Pressemitteilung

4. November 2009


HRE – SoFFin beschließt Kapitalerhöhung um 3 Mrd. Euro

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat heute in einem weiteren Schritt die Stärkung der Kapitalisierung der Hypo Real Estate Gruppe (HRE) mit zusätzlichen 3 Mrd. Euro Kernkapital beschlossen.
Nachdem das Amtsgericht München am 13. Oktober 2009 den Übertragungsbeschluss zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre der Hypo Real Estate Holding AG in das Handelsregister eingetragen hat, ist der SoFFin, handelnd für die Bundesrepublik Deutschland, zu 100 % Eigentümer der HRE.

Die Deutsche Pfandbriefbank, die strategische Kernbank des Konzerns, wird 2,3 Mrd. Euro der Kapitalerhöhung als Direkteinlage erhalten, davon 1 Mrd. Euro als stille Einlage. Die verbleibenden 700 Mio. Euro werden in die Hypo Real Estate Holding AG eingebracht. Die Kernkapitalquote der HRE Gruppe steigt angepasst um diese Kapitalerhöhung von 3 Mrd. Euro per 30.06.2009 von 6,9 % auf 10,7 %, die Eigenmittelquote erhöht sich von 9,5 % auf 13,3 %.

Der aktuelle Kapitalisierungsschritt sichert die unmittelbare Geschäftstätigkeit der HRE Gruppe. In den nächsten Monaten wird nach der hierfür zunächst abzuwartenden Entscheidung der EU-Kommission die endgültige Restrukturierung eingeleitet. Diese wird aller Voraussicht nach die Auslagerung eines Teils der Risikopositionen der HRE Gruppe in eine Abwicklungsanstalt gem. § 8a FMStFG beinhalten. Sollte es sich als notwendig erweisen, wird der SoFFin der HRE bis zur Entscheidung über die Restrukturierung und deren Umsetzung weiteres Kapital zuführen.

Eine abschließende Kapitalisierung der HRE ist im Zuge ihrer Restrukturierung geplant, um die Umsetzung des tragfähigen Geschäftsmodells der HRE Gruppe zu unterstützen. Die Höhe dieser Maßnahme ist abhängig von der Ausgestaltung der vorgesehenen Abwicklungsbank.

Die heute beschlossene Kapitalerhöhung unterstreicht die Absicht des SoFFin, seinem gesetzlichen Auftrag zur Stabilisierung des deutschen Finanzsektors folgend, auch künftig eine adäquate Kapitalisierung der HRE sicherzustellen, damit die Neuausrichtung der HRE gelingt. „Im Vordergrund steht, dass die HRE Gruppe ihr Geschäftsmodell so weiterentwickelt, dass sie operative Gewinne erwirtschaftet und mittelfristig wieder den uneingeschränkten Zugang zu nationalen und internationalen Refinanzierungsmärkten erhält. Dieses unter möglichst schonendem Einsatz öffentlicher Gelder“, so Professor Hannes Rehm, Sprecher des Leitungsausschusses der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung.

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