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Pressemitteilung
23. Juli 2010
Ergebnis des EU-Bankenstresstest bei der HRE keine Überraschung
Nach den heute veröffentlichten Ergebnissen des europäischen Stresstests bleibt die Hypo Real
Estate Gruppe (HRE) als einzige deutsche Bank in zwei kritischen Szenarien unter einer
Kernkapitalquote von 6 %. Die aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Kernkapitalquote von 4 % wird
in allen Szenarien eingehalten.
Die HRE war im September 2008 in eine ernste und ihren Fortbestand gefährdende Schieflage
geraten. Aufgrund ihrer hohen Systemrelevanz wurde sie vom SoFFin, handelnd für die Bundesrepublik
Deutschland, stabilisiert. Im Oktober 2009 wurde der SoFFin zu 100 % Eigentümer der HRE, um die
erforderliche Restrukturierung durch das neue Management eng mit dem Ziel zu begleiten, dass das
Institut wieder einen operativen Gewinn erwirtschaftet und mittelfristig den uneingeschränkten
Zugang zu den nationalen und internationalen Refinanzierungsmärkten zurückerhält.
Geplant ist – vorbehaltlich der Zustimmung der EU-Kommission – Vermögenswerte von bis zu 210
Mrd. Euro in die Anfang Juli 2010 gegründete Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement abzuspalten.
Durch diese Auslagerung werden die risikogewichteten Aktiva der HRE deutlich reduziert. „Da der
Stresstest die voranschreitende Neustrukturierung der HRE noch nicht berücksichtigt, ist das heute
vorgelegte Ergebnis nicht überraschend“, so Dr. Hannes Rehm, Sprecher des Leitungsausschusses der
Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung.
Die HRE hat von Beginn der Finanzkrise an ihren Rekapitalisierungsbedarf auf voraussichtlich
insgesamt 10 Mrd. Euro beziffert. Von bisher 7,87 Mrd. Euro bewilligtem Kapital, wurden durch den
SoFFin bislang 7,42 Mrd. Euro in mehreren Schritten und nach Maßgabe der regulatorischen
Anforderungen geleistet. Bereits im November 2009 hat der SoFFin öffentlich erklärt, die HRE so mit
Kapital auszustatten, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben zu jedem Zeitpunkt erfüllt werden. Der
Bund hat für den HRE Konzern eine Rekapitalisierung von insgesamt bis zu 10 Mrd. Euro vorgesehen.
Bei vollständiger Rekapitalisierung würde in allen Szenarien des aktuellen Stresstests eine
Kernkapitalquote von 6 % übertroffen. Die abschließende Rekapitalisierung der HRE soll nach der
beihilferechtlichen Entscheidung der EU-Kommission über die Ausgestaltung der Abwicklungsanstalt
FMS Wertmanagement erfolgen, welche in den nächsten Wochen erwartet wird.
Hinweis an die Redaktionen:
Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilsierung (FMSA) verwaltet den Sonderfonds
Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). „Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung“ wird er anlassbedingt
und wegen seiner zeitlichen Befristung genannt. Der Fonds wurde am 17. Oktober 2008 nach Maßgabe
des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes geschaffen.
Kapitalisierung der HRE
Die HRE hat bislang 7,42 Mrd. Euro von aktuell insgesamt 7,87
Mrd. Euro genehmigtem Kapital vom SoFFin erhalten. Im Zuge der Übernahme der HRE wurden weitere 282
Mio. Euro an damalige Aktionäre des Instituts gezahlt, so dass sich die tatsächlichen Aufwendungen
des SoFFin zum heutigen Zeitpunkt auf 7,7 Mrd. Euro belaufen.Textdownload
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Pressekontakt
Kirsten Bradtmöller
Leiterin Stab und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 069 2388 3009
Fax: 069 9566 509090
kirsten.bradtmoeller
@soffin.de
Pressestelle
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